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#157
KI Talk Notes28. Oktober 2026

Bessere ChatGPT-Ergebnisse mit 5 Buchzitaten

Maxi Raabe und Niklas Volland teilen fünf Buchzitate, die sie zuletzt geprägt haben: von Cal Newport, Stephen R. Covey, Simon Sinek, Friedrich Nietzsche und Jim Kwik. Dazu: warum Klarheit im Kopf mehr bringt als der beste Prompt und wie du dein Gehirn fit hältst, während ChatGPT immer mehr für dich übernimmt.

  • Die besten KI-Ergebnisse haben nicht die mit den besten Prompts, sondern die mit der meisten Klarheit. Wer genau weiß, was er will, kann es ChatGPT auch genau sagen.
  • Je mehr du an die KI abgibst, desto wichtiger wird es, dein Gehirn selbst zu fordern. Niklas macht das mit Lesen, Schlagzeug und Meditation, Maxi schaut sich am Ende des Tages bewusst an, was er mit KI gebaut hat.
  • Der Fokus-Check: Leg ein Ziel für die nächsten zwölf Monate fest. Wenn nicht rund 80 Prozent deiner Aufgaben darauf einzahlen, liegt deine Zeit falsch.
  • Lass ChatGPT mit dir das Energy Audit von Matt Mochary durchgehen. Es zeigt dir, welche Aufgaben Energie fressen und welche dich deinem Ziel näher bringen.
  • Frag die KI nach der Perspektive, die dir fehlt. Der Prompt, den Sam Altman für den wichtigsten hält: Was ist die wichtigste Sache an dieser Situation, die ich gerade nicht sehe?

Der Fokus-Check

So findet Maxi in seinen Coachings heraus, ob jemand an den richtigen Dingen arbeitet. Passt zum Zitat aus Konzentriert arbeiten: Klarheit darüber, was wichtig ist, schafft Klarheit darüber, was unwichtig ist.

  1. Ziel festlegen Schreib ein konkretes Ziel für die nächsten zwölf Monate auf.
  2. Zurückschauen Geh deine letzte Woche durch: In welche Aufgaben ist deine Zeit wirklich geflossen?
  3. Die 80-Prozent-Regel Wenn nicht rund 80 Prozent dieser Aufgaben auf dein Ziel einzahlen, liegt dein Fokus falsch.
  4. Nach dem Ziel priorisieren Sortier neu: nicht danach, worauf du Lust hast, sondern danach, was dich zum Ziel bringt. Alles andere bekommt eine niedrigere Priorität.

Bevor du deine Woche teilst

Wichtig

Beim Energy Audit beschreibst du deine Aufgaben. Lass Namen von Kunden, Kollegen und vertrauliche Details weg, die Aufgabe selbst reicht völlig.

Das Energy Audit

Maxis Empfehlung: Damit arbeitet Matt Mochary mit den größten Foundern. Am Ende siehst du in einer Tabelle, wohin deine Energie fließt.

Prompt
Geh bitte mit mir das Energy Audit von Matt Mochary durch.

1. Frag mich zuerst nach meinem wichtigsten Ziel für die nächsten zwölf Monate.
2. Dann gehen wir gemeinsam meine letzte Woche durch, Tag für Tag. Frag nach, bis du alle wesentlichen Aufgaben kennst.
3. Bau daraus eine Tabelle: Aufgabe, ungefähre Zeit, gibt mir Energie oder kostet mich Energie, zahlt auf mein Ziel ein ja oder nein.
4. Zeig mir am Ende, welche Aufgaben Energie fressen und nichts zu meinem Ziel beitragen, und mach mir konkrete Vorschläge, was ich davon abgeben, automatisieren oder streichen kann.

Stell immer nur eine Frage auf einmal. Wenn du etwas nicht einordnen kannst, frag nach, statt zu raten.

Die fehlende Perspektive

Der Prompt, den Sam Altman für den wichtigsten hält. Besonders gut, wenn dich gerade etwas belastet oder du dich festgedacht hast.

Prompt
Hier ist meine Situation: [Situation beschreiben]

Was ist die eine Sache, die wichtigste Sache an dieser Situation, die ich gerade nicht sehe?

Gib mir eine Perspektive, die mir einen ganz neuen Denkweg ermöglicht. Sei ehrlich, auch wenn die Antwort unbequem ist.

Dein Warum

Passt zu Frag immer erst: warum und zu Nietzsche: Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie. Funktioniert am besten, wenn ChatGPT schon einiges über dich weiß.

Prompt
Von allem, was du über mich weißt: Was glaubst du, ist mein Warum? Was treibt mich jeden Tag an?

Und wenn mein Leben ein Buch wäre: Wie würde der Titel lauten?

Begründe beides mit konkreten Dingen, die du von mir kennst. Wenn du zu wenig weißt, sag es und stell mir Fragen, statt etwas zu konstruieren.

Der Handschrift-Test

Niklas hat nach langer Zeit wieder einen längeren Text von Hand geschrieben, ohne jede Hilfe, und war erschrocken, wie schwer das gefallen ist. Probier es selbst aus: Ein Stift, ein Blatt, zehn Minuten. Du merkst sofort, wie viel Denken du schon abgegeben hast.